Archiv der Kategorie: Kunstallerlei

Artikel, in denen es um mehr als eine Kunstform geht und mit Werken, die nirgendwo anders hinpassen

Umfrage für Künstler(innen) und Kulturschaffende mit Behinderung geht weiter

Guten Abend,

eben erreichte mich eine E-Mail, in der mitgeteilt wurde, dass die Umfrage von Berlinklusion noch nicht beendet ist.
Hier ist der Link zur Umfrage: http://www.berlinklusion.de/umfrage-fur-kunstlerinnen-und-kulturschaffende-mit-behinderungen/.

Die Auswertungen derjenigen Formulare, die bislang schon eingegangen sind, hat bereits begonnen. Aber, wer noch Anmerkungen zu den Themen Weiterbildung, Diskriminierung im Kunstbetrieb etc. machen möchte, kann die Umfrage noch ausfüllen und den Link teilen. Wie lange das noch möglich sein, wird, wurde jedoch nicht angegeben.

Liebe Grüße

Paula Grimm

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Erstes Fazit oder die erste Woche von Ars diversitatis

Guten Tag,

heute vor einer Woche habe ich Ars diversitatis freigeschaltet. Natürlich ist noch viel zu tun und viel Geduld zu haben, bis dieses Projekt durch die Präsentation aller Künste von Menschen mit unterschiedlichen Handicaps das vielfältige Gesicht und die Ausstrahlung hat, die der Blog haben kann, und die ich mir wünsche. Doch ich habe zwei sehr gute Gründe jetzt schon dankbar zu sein.

Ich bedanke mich bei 104 Besuchern auf Ars diversitatis. Für einen so jungen Blog ist eine dreistellige Besucherzahl in der ersten Woche ein sehr guter Start. Und ich bedanke mich herzlich bei Sylvia Lenz, Elke Irimia und Jennifer Sonntag für ihre Porträts.

Was wirklich wichtig ist, fällt einem doch irgendwann ein. So ist mir in den Sinn gekommen, die Kategorie Kulturpolitik in dieses Projekt aufzunehmen. Ich hoffe, dass mir die Newsletter der Initiativen, die ich ausfindig gemacht habe, werden mir für diese Rubrik die entsprechenden Informationen bringen.

Anfang nächster Woche füge ich wahrscheinlich noch eine letzte Kategorie ein, Schwarmfinanzierung. Crowdfunding ist, obwohl meine erste eigene Kampagne kläglich gescheitert ist, ein Steckenpferd von mir. Wer eine Schwarmfinanzierung für Literatur, Musik, Tanz, Theater bildende Kunst oder eine Veranstaltung hat, für den gilt: „Ruhig immer her damit!“

Ich freue mich über jeden Besuch und jeden Hinweis für Ars diversitatis!

Liebe Grüße

Paula Grimm

Umfrage für Künstler*innen und Kulturschaffende mit Behinderung

Guten Tag,

im vorigen Beitrag habe ich den Verein Berlinklusion bereits durch Verlinkung erwänt. Auf dieses Projekt bin ich aber nicht erst bei meiner Recherche von gestern Nachmittag und heute Vormittag gestoßen. Der folgende Link, der zu einer Umfrage für Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturschaffenden mit Behinderung führt, wurde mir vor zwei Wochen via E-Mail zugesendet: http://www.berlinklusion.de/umfrage-fur-kunstlerinnen-und-kulturschaffende-mit-behinderungen/.

Mit dieser Umfrage möchte der Verein u. a. sein Seminarangebot für Künstlerinnen und Künstler mit Handicap ab Herbst verbessern. In der Mail, die ich von einer vollblinden Autorin über eine Mailingliste zugesendet bekam, hieß es, dass die Umfrage bis Ende Juni durchgeführt werden sollte. Da sie aber eben noch online war, gehe ich davon aus, dass ihr auch jetzt noch daran teilnehmen könnt, wenn Ihr möchtet. Die Umfrage kann auch in leichter Sprache als PDF- und Word-Dokument heruntergeladen werden.

Liebe Grüße

Paula Grimm

Kulturpolitik – Über die neue Kategorie mit zwei Tipps im Gepäck

Guten Tag,

wie konnte ich es nur vergessen, wie wichtig das Engagement von Vereinen und Initiativen ist, die sich gemäß ihrer Möglichkeiten für die barrierefreie Zugänglichkeit zu Kunstprojekten und Kulturgütern einsetzen? Bei meiner Recherche nach Kontakten für diesen Blog sind mir mehrere Vereine und Organisationen begegnet, die sowohl an der Verbesserung der Zugänglichkeit für Kunstinteressierte mit Handicap als auch an der Verbesserung der Situation von Künstlerinnen und Künstler mit unterschiedlichen Einschränkungen arbeiten.

Für Informationen darüber, was Initiativen und Vereine in ihrer Arbeit für Inklusion in verschiedenen künstlerischen Bereichen leisten und für das, was sich in der Kulturpolitik bezogen auf Inklusion tut, gibt es ab sofort auf ars diversitatis die Rubrik Kulturpolitik.

Für diese Kategorie habe ich zwei Tipps mitgebracht, die ich Web gefunden habe.

1. Netzwerk für den Zugang zu Kunst und Kultur Berlinkusion: http://www.berlinklusion.de.

02. Eucrea: https://www.eucrea.de/index.php/kulturpolitik.

Es lohnt sich immer wieder einmal auf den Webseiten der beiden Initiativen zu stöbern. Beide Vereine geben einen Newsletter heraus, den ich abonniert habe, damit ich aktuelle Informationen für ars diversitatis erhalte.

Liebe Grüße

Paula Grimm

Porträt der Künstlerin Jennifer Sonntag

Jennifer Sonntag

Herzlich willkommen,

ganz lieben Dank an Jennifer für dieses wunderbare Künstlerinnenporträt!

KÜNSTLERinnenPORTRÄT Jennifer Sonntag

Ich freue mich sehr, mich auf dieser wunderbar vielfältigen Plattform vorstellen zu dürfen. Mein Name ist Jennifer Sonntag. Ich bezeichne mich selbst gern als Patchwork-Decke, zusammengenäht aus Autorin und Moderatorin, Inklusionsbotschafterin und Sozialpädagogin.

Als Autorin habe ich inzwischen sechs Bücher veröffentlicht. In meiner Rolle als Moderatorin interviewe ich seit 2008 für das MDR-Magazin „Selbstbestimmt!“ prominente Gesprächsgäste aus Sicht einer blinden Frau. Mein kleines Talkformat heißt „SonntagsFragen“ und ich bin überglücklich, dass es sogar mit dem Mitteldeutschen Inklusionspreis ausgezeichnet wurde. Als Inklusionsbotschafterin engagiere ich mich bei der Interessenvertretung „Selbstbestimmt Leben in Deutschland“ (ISL) und veröffentliche Beiträge rund um Teilhabe und Barrierefreiheit bei „Kobinet“, einer Nachrichtenplattform für Menschen mit Behinderung, die auch von Menschen mit Behinderung gestaltet wird. Die Sozialpädagogin in mir bringt sich als Peer Beraterin und auch mit ihren kreativen Ideen in die unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) für Menschen mit Behinderungen ein. Ich lege sehr viel Wert darauf, meine Kreativität stets in mein fachliches Wirken einfließen zu lassen und umgekehrt.

Zu meinen persönlichen Lieblingskünstlerinnen gehört ohne Zweifel die Malerin Frida Kahlo, da sie ihr Leben, wie auch ich, mit zum Teil starken Schmerzen bewältigte und ihr die Kunst dabei eine starke Stütze war. Mein Lieblingsbuch ist der Roman „Schon immer ein Krüppel“ von Benjamin Schmidt, einem befreundeten Autor von mir. Benjamin überlebte einen Suizidversuch, ist seither querschnittsgelähmt und zum Teil auf den Rollstuhl angewiesen. Seine Literatur geht unter die Haut und durch ihn lernt man Kreativität als Droge im ganz lebensbejahenden Sinne intensivst zu schätzen.

Ich selbst bin durch meine Erblindung zur Kunst gekommen. Ein kreativer Mensch war ich schon immer. Viele Techniken im gestaltenden Bereich funktionierten ohne Augenkontrolle jedoch für mich nicht mehr. Ich entdeckte das Schreiben und bewältigte damit meine Erblindungsschübe dank meines sprechenden Computers. Jahre später wagte ich mich mit meinem sehenden Partner sogar wieder an Kohle- und Kreidestifte. Aber das erfordert blind natürlich ein anderes Herangehen. Auch mit FotografInnen habe ich in verschiedenen Projekten eng zusammengearbeitet, um mir der Wirkung optischer Inszenierungen bewusst zu bleiben.

Meine Buchthemen sind sehr vielfältig, denn auch ich habe viele Gesichter. Mein Erstlingswerk „Märchenland im Müll“ befasst sich mit der Straßenpunk- und Drogenszene meiner Heimatstadt in den 90-er Jahren. Der Tatsachenbericht ist heute noch als mp3-Hörfassung bei „Periplaneta“, unter dem Pseudonym Constance S. erhältlich. „Verführung zu einem Blind Date“ und „Hinter Aphrodites Augen“ beleuchten speziell die Blindheitsbewältigung und das blinde Frausein. Ersteres beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen, die im Bezug auf meine Erblindung an mich herangetragen wurden. Zweiteres versteht sich als Anthologie, in welcher ich über 20 blinde Frauen zu ihrem Schönheitsempfinden zu Wort kommen lasse. Beide sind in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig noch als Daisy-Bücher erhältlich. Danach werde ich literarischer und vor allem erotischer in: „Zigaretten danach“ (DZB) und „Liebe mit Laufmaschen (Periplaneta).

Mein jüngstes Buchprojekt ist ein Psychiatriemärchen, das „Seroquälmärchen“, veröffentlicht bei „Outbird“. Es thematisiert den heiklen Tanz zwischen Selbstbestimmung und Stabilisierungsmedikation und macht auf schlechte Teilhabebedingungen für Menschen mit Behinderungen in therapeutischen Einrichtungen aufmerksam:

Jennifer Sonntag & Franziska Appel | Seroquälmärchen

Aktuell wird gerade in der DZB Leipzig meine verschriftlichte Workshop-Sammlung „Der Geschmack von Lippenrot“ produziert, welche zur Buchmesse 2019 präsentiert wird. Hier geht es um die Selbststärkung blinder Frauen und auch hier bediene ich mich wieder zahlreicher literarischer Bilder. Frausein mit Behinderung scheint für mich doch ein Thema zu sein, welches mich immer wieder fachlich und künstlerisch fordert.

Ich wünsche mir weiterhin einen so durchbluteten und beflügelnden Austausch mit meinen KreativpartnerInnen, z.B. mit Franziska Appel, die auch mein letztes Buch liebevoll illustrierte, und ein bereicherndes Netzwerk, welches einen farbenfrohen Austausch ermöglicht.

In der Vergangenheit war ich sehr Lesungs-aktiv. So realisierten wir z.B. die legendären Dunkel-Lesungen am Neuen Theater in Halle, die immer ausverkauft waren. Mit meinem Buch- und Lebenspartner Dirk Rotzsch startete ich eine erotische Lesereihe. Ich bin nicht so der Bühnentyp, was man sich bei einer Moderatorin immer nicht so recht vorstellen kann. Zukünftig freue ich mich aber wieder auf einige neue Lesungskonzepte im Zuge der Teilhabe-Kultur, die ich mitgestalten darf.

Interessierte finden mich auf meinen Seiten:
http://www.blindverstehen.de und http://www.Liebe-mit-Laufmaschen.de

Liebe Grüße

Paula Grimm

Einladung zu Ars diversitatis

Herzlich willkommen zu Ars diversitatis,

in diesem Blog sammele ich, die Autorin Paula Grimm, ab sofort Informationen über alle Künste von Künstlerinnen und Künstlern mit unterschiedlichen Handicaps. Auch Beiträge mit Künstlerporträts und über Veranstaltungen werden selbstverständlich gern genommen. Wenn Du Dich, Deine Kunst oder eine Veranstaltung vorstellen möchtest, dann nimm einfach Kontakt mit mir auf. Die Daten findest Du hier:

https://arsdiversitatis.wordpress.com/impressum-kontakt/.

Wenn Du mitmachst, kann Deine Webpräsenz verlinkt werden und zwar auf

https://arsdiversitatis.wordpress.com/links-zu-freunden-und-partnern/. Wenn Du Dich und Dein Werk vorstellen möchtest, findest Du eine Vorlage, wie Du es machen könntest unter

https://arsdiversitatis.wordpress.com/anregungen-fuer-dein-portraet/.

Ich wünsche Dir viel Spaß mit den Inhalten dieses Blogs, viel Erfolg bei dem, was Du tust und freue mich auf den Kontakt mit Dir!

Liebe Grüße

Paula Grimm